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Der Mediterrane Kulturbaum 

Die Olive (Olea europaea)

 

Die Völker rund um das Mittelmeer kennen zahlreiche Legenden über den Ursprung der Ölbaumkultur. Hinweise auf die Entdeckung gibt es im alten Ägypten, bei den Griechen und Römern. In Jericho wurde vor 8000 Jahren aus wilden Oliven bereits ein Öl gepresst. Seit 3000 v. Chr. wurden Olivenbäume am Nil, in Palästina und Syrien, in den Oasen Libyens, auf Kreta und den griechischen Inseln angebaut. Olivenöl zählt damit neben Wein und Weizen zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit. Seit der Zeit der Eroberungen und der Ausweitung des Handels durch Griechen, Etrusker, Karthager und Phönizier ist der Olivenbaum im ganzen Mittelmeerraum mit einer großen Vielfalt an sehr unterschiedlichen Sorten verbreitet. .

 

Trotz vieler Exporte in die Neue Welt, nach Australien und Fernost ist der Ölbaum aber eine mediterrane Kulturpflanze geblieben. 97% aller Olivenbäume stehen heute in den Anrainerstaaten des Mittelmeeres. Dort wird auch heute noch das meiste Olivenöl konsumiert. Das geringere Risiko der Menschen aus Südeuropa an Herz- und Kreislauferkrankungen sowie an Krebs zu erkranken gab Anlass zu medizinischen Untersuchungen über den Gesundheitswert des traditionellen Nahrungsmittels.

 

Standort und Botanik des Olivenbaums

Der Ölbaum (Olea europaea) ist ein besonders langlebiger, anspruchsloser Obstbaum. Er ersetzt abgestorbene Teile immer wieder durch neue und erlangt dabei seinen typisch knorrigen Wuchshabitus. Die silbrig glänzenden, behaarten und ledrigen Blätter sowie das tiefreichende Wurzelsystem ermöglichen dem widerstandsfähigen Baum selbst bei sehr trockenen Bedingungen zu gedeihen.

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